Romantisches Feuer oder Dreckschleuder?

Pünktlich zur Heizsaison häufen sich die nachrichten um den Feinstaub aus der häuslichen Feuerstätte. Ist die Holzfeuerung in Kachelöfen und Kaminöfen tatsächlich so gefährlich für die Umwelt?

mera

Ralf Hermanns, Geschäftsführer der Fa. Mera- Haustechnik GmbH, Kachelofen- und Kaminbau aus Düsseldorf erklärt, dass hier einiges undifferenziert in einen Topf geworfen wird. Wirklich hohe Feinstaub-Emissionen im Bereich der Holzverbrennung werden vor allem von offenen Kaminen ohne Türen oder von alten Öfen erzeugt. Wer einen modernen Ofen betreibt kann ein gutes Gewissen haben, da diese mit den Prüfungen der 1.BImSchV (Stufe 2) und der österreichischen 15A-Verordung sehr niedrige Emissionen-Werte einhalten und einen hohen Wirkungsgrad erreichen. Interessanterweise führte das Umweltbundesamt im Juni 2014 Ferntransport (53%) und Kraftfahrzeugverkehr (30%) als Hauptverursacher auf.

Holzbeheizte Öfen wurden nicht erwähnt. In keinem Zahlenwerk des Umweltbundesamtes gibt es einen gemessenen und damit belegbaren Nachweis. Die Aussagen beruhen auf Rechenmodellen und die sind von jeweiligen Annahmen abhängig, so Ralf Hermanns. Statt Annahmen wären belegbare Fakten wünschenswert .
Wie steht es aber um den ökologischen- und ökonomischen Nutzen der Holzfeuerung? Mit über 20 Mio. Festmetern ist Scheitholz aus dem Wald der bedeutendste Holzbrennstoff, so die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR). Bekanntlich gibt Holz bei der Nutzung als Brennstoff nur die Menge Kohlendioxyd in die Atmosphäre wieder ab, die der Baum aus der Atmosphäre entnommen hat, um zu wachsen. Die FNR gibt den Bioenergieanteil an der Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien mit über 80% an. Bioenergie – dazu zählt Holz – leistet damit den wichtigsten Beitrag zum Klimaschutz. Allein durch den Einsatz von Bioenergie konnten die Treibhausgas-Emissionen 2013 um 64,5 Mio. t reduziert werden. Damit ist die Nutzung von Holz als Brennstoff ein aktiver und bedeutender Beitrag der privaten Haushalte zum Klimaschutz.

Mit der bereits genannten Novelle der 1.BImSchV – Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen – hat Deutschland die in Europa höchsten Umweltstandards definiert. So müssen alle neuen Geräte, die seit Inkrafttreten der Verordnung im Januar 2010 verkauft und aufgebaut werden, diese höchsten Anforderungen erfüllen. Auch die Bestandsgeräte müssen die Anforderungen dieser Verordnung erfüllen. Wenn diese Geräte die Anforderungen der 1.BImSchV nicht erfüllen, müssen die ersten älteren Öfen bis Ende 2014 entweder stillgelegt oder gegen moderne Öfen ausgetauscht werden. So werden alte Öfen, die hohe Feinstaub-Emissionen absondern, nach und nach gegen moderne, saubere Geräte ausgetauscht.

Das Fachhandwerk, der Ofen-und Luftheizungsbaumeister, ist hier der richtige Ansprechpartner, wenn es um die Beurteilung des Bestandsgerätes, den Austausch oder die Neuanschaffung geht, so Ralf Hermanns, Inhaber der Fa. Mera – Haustechnik. Die Möglichkeiten reichen von Kachelöfen über Heizkamine, Kaminöfen bis hin zu Pelletöfen. Neben den klassischen Geräten für die Beizung des Aufstellraumes, stehen eine Vielzahl von weiteren Geräten zur Verfügung. Diese Holzheizsysteme sind technisch ausgereift und stellen eine umweltfreundliche, wirtschaftliche und attraktive Alternative zu den fossilen Energieträgern dar.

Kontakt: Mera-Haustechnik GmbH • Münsterstraße 36 • 40476 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 480338 • Fax.: 0211 / 444375 • E-Mail: mera-haustechnik@t-online.de • www.mera-haustechnik.de

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