Lieber Lehm?

lehm“Von allen Baustoffen reguliert der Lehm die Luftfeuchtigkeit im Raum am besten. Lehm bindet nicht chemisch ab wie Beton oder Gipsputz, sondern er trocknet aus. Deshalb lässt er sich jederzeit wieder mit Wasser anrühren und neu verarbeiten. Lehm schützt auch Holzbauteile, indem er dem Holz Feuchte entzieht. Das ist der Grund, warum die alten Fachwerkhäuser heute noch stehen. Und ganz wichtig bei der Verarbeitung: Lehm ist ein sehr hautfreundlicher Baustoff. Man braucht keine Gummihandschuhe. Beim Umgang mit Lehm trocknet die Haut nicht aus, wie es beispielsweise bei Zementputz passieren kann. Weil er so angenehm und unproblematisch zu verarbeiten ist, eignet sich der Baustoff Lehm auch gut für Selbstbauer.”, sagt Gerd Meurer, einer der Top-Lehmexperten (www.lehmbau.com) und im Dachverband Lehm e.V. aktiv.

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7 Responses

  1. Sehr geehrte Redaktion, Liebe Leser. Bleiben Sie nicht einseitig. Es gibt noch andere Baustoffe
    für wohngesundes, natürliches Bauen. Die Verbindung mit Lehm und Kalk ist die Steigerung. Gerade in unserem Klima, mit langen nassen Übergangszeiten zwischen Sommer und Winter. Außerdem ist Kalk seit Menschengedenken der Baustoff mit dem seit über 2000 Jahren alle Prachtbauten (die heute noch stehen) gebaut worden sind. Deshalb erweitern Sie Ihr Portfolio und nutzen Sie alle guten Baustoffe,damit kein einseitiges Meinungsbild entsteht. Mit freundlichen Grüßen Herbert Martin Baubiologe, Restaurator, Planer

  2. Weihtrager Michael sagt:

    Generell hat die Redaktion mit dem Beitrag über die Raumklimatischen Eigenschaften schon Recht.
    Lehm ist, bzw. war das Non Plus Ultra für Feuchte – Regulierung. Diese Werte sind bereits durch Tonputz überholt. Die Feuchtigkeitsaufnahme/ -abgabe wurde ( laut Werten Dr. Figgemeier und Bautechnisches Institut Linz ) deutlich erhöht und die VOC Sorbtion gegenüber allen mit getesteten handelsüblichen Lehmputzen enorm gesteigert. Ergebnisse unter http://www.holzforschung.at/fileadmin/Content-Pool/downloads/Magazin/2010/2010_02/HFA_Magazin_2010_02_WEB.pdf

    Wie Herr Martin bemerkt, gibt es noch einige andere natürliche Baustoffe mit ihren bekannt positiven Eigenschaften.
    Die Kombination von Lehm und darauf Kalk als „Beschichtung“ ist alt bewährt und für zB. Fachwerkbauten im Außenbereich üblich und gut.
    Die Raumklimatische Wirkung wird durch Kalk jedoch nicht verbessert.
    Dem Vergleich mit 2000 Jahre alten Bauten aus Kalk kann ebenso mit Bauten aus Lehm, wie die Pyramiden oder der Chinesische Mauer entgegnet werden.
    Wer der Redaktion also Einseitigkeit vorwirft, sollte nicht solche Beispiele auswählen.
    Persönlich bin ich ganz und gar für Kalk – und es wird auch wieder Artikel über Kalk geben.
    Grüße aus Wien Weihtrager Michael Produktentwicklung

  3. Gerd Meurer sagt:

    Tonputz? Ist techn. nicht möglich. Ton ist das Bindemittel im Lehmputz. Wenn dieses zu hoch ist reisst der Putz da die Wasseraufnahme durch die kleinen Teilchen serh hoch ist. Lehm bindet nicht chem. ab sondern er trocknet aus. Durch die hohe Wasserabgabe reisst dann dan Material wenn der Toinanteil zu hoch ist.

  4. Weihtrager Michael sagt:

    Herr Meurer ich muss Sie leider entäuschen. Das Fragezeichen hinter dem Wort Tonputz beantwortet auch schon Ihren Absatz. Sie kennen diesen Putz nicht und halten es deshalb für techn. nicht möglich. Wie Lehm nicht gleich Lehm ist, so ist auch Ton nicht gleich Ton. Die von Ihnen beschriebenen Probleme bei der Herstellung waren uns auch bewußt und haben viele Monate an Entwicklungsarbeit in Anspruch genommen. Stellen Sie sich vor Porzellan würde bei Wasserzufuhr auch so springen, besteht es ja auch aus hochwertigem sehr reinem Ton.
    Wir waren halt einmal auf einen Punkt gekommen, an dem wir den von uns sehr geschätzten Lehmputz mit auch ausschließlich natürlichen Materialien weiterentwickelt haben. Weiters kann ich Ihnen versichern, dass in Tonputz kein einziger Materialbestandteil zu finden ist, der nicht auch in Lehmputz zu finden ist.

  5. Gerd Meurer sagt:

    Leider muss ich Sie auch enttäuschen Herr Weihtrager, da die Zugabe von gebrannten Ton im Lehm aus dem Material immer noch ei Lehmputz macht. Hier wirkt das Material als Abmagerung und entwickelt nicht die von Ihnen angedachten Eigenschaften. Aus dem Ton wird, wenn das Material gebrannt wird und das Krisallwasser entweicht wird aus Ton Ziegel mit den entsprechenden Eigenschaften.
    Diesem bekannten Materialmix neue (bessere) Eigenschaften anzudichten halte ich für unseriös.

  6. Weihtrager Michael sagt:

    Muss leider abermals den Experten enttäuschen. Wie kommen Sie zu der Annahme, das der hier verwendete Ton gebrannt sei? War es die Mühe nicht wert einen kurzen Blick in die Homepage des Herstellers zu werfen, wenn man Ihnen schon mangelnde Produktkenntnis vorwirft, oder darf nicht´s sein was es (außer Lehmputz) nicht gibt?
    Selbstverständlich wird der Ton nicht gebrannt oder gar Ziegelsplitter verwendet. Doch selbst bei den Brandversuchen schneidet unser Produkt besser ab, da Tonputz zu einem Fliesen ähnlichem Gebilde gebrannt wird und Lehmputz zwar auch sehr lange hält, jedoch schneller zerbröselt und abfällt.
    Der Ihnen bekannte Materialmix war und ist uns nicht wirklich bekannt, war und ist für uns auch nicht von Interesse. In dieser Richtung wurde nie von uns geforscht.

    Dem Ihnen offenbar noch immer unbekannten „Materialmix“ können wir getrost andere, mitunter bessere Eigenschaften nachsagen. Unsere Aussagen können wir auf „seriöse“ Gutachten und Forschungsberichte von unabhängigen und staatlichen Forschunglabors stützen, welche tadellosen Ruf genießen und über jeden Zweifel erhaben sind.
    Etwas anzudichten haben wir nicht Not – das überlassen wir mal den Gebrüdern Grimm.

  7. Gerd Meurer sagt:

    Ich komme zu der Annahme, da Sie in Ihrem letzen Beitrag Porzellan als reinen Ton beschreiben. Mit den feinen Unterschied das das Material bekanntermaßen gebrannt wird, was die Produkteigenschaften verändert, und das nicht nur positiv. Den Blick auf die von Ihnen gestaltete Seite habe ich ohne weiter Erhellung geworfen.
    Das Lehm beim Brennen zerbröselt ist falsch, das müsste dann jeden Lehmstein aus dem ein Ziegel durch Brennen hergestellt wird auch passieren.
    Der Nachweis auf bessere Eigenschaft Ihres Produktes fehlt.
    In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen den Dachverband Lehm e.V empfehlen.

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