Heizen mit Holz – Fragen und Antworten

Heizen mit Holz liegte im Trend. Fünf Fragen Antworten und Wissenswertes rund um den nachwachsenden Brennstoff.

Welches Holz darf ich verbrennen?

Wie so vieles, ist auch dieser Punkt in Deutschland gesetzlich geregelt. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) nennt sich das Werk. Dort finden sich folgende Holzbrennstoffe, die zur Verbrennung in Haushalten zugelassen sind: Gestrichene, lackierte und beschichtete Hölzer dürfen in Haushalten nicht eingesetzt werden. Holzbrennstoffe, die zur Verbrennung in Wohnhäusern zugelassen sind: Grill-Holzkohle, Grill-Holzkohlebriketts, naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde – beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln – sowie Reisig und Zapfen, naturbe- lassenes, nicht stückiges Holz – beispielsweise in Form von Sägemehl, Spänen, Schleifstaub oder Rinde, Presslinge aus naturbelassenem Holz in Form von Holzbriketts oder vergleichbare Holzpellets oder andere Presslinge aus naturbelassenem Holz in gleichwertiger Qualität.

Ist Heizen mit Holz sinnvoll für das Klima?

Holz ist eine regenerative Energiequelle und sein Einsatz schützt das Klima. Wird mehr Holz eingesetzt, steigt automatisch auch der Anteil erneuerbarer Energiequellen am Gesamtenergieverbrauch. Ganz ohne Emissionen geht es bei der Holzverbrennung jedoch nicht. Holz enthält immer geringe Mengen an Stickstoff-, Schwefel- und Chlorverbindungen. Dadurch entstehen bei der Verbrennung schädliche Schadstoffe wie Stickstoffoxide (NOx). Zudem gelangt bei der Verbrennung des Holzes Staub, der zu 97 Prozent aus Feinstaub besteht, in die Außenluft.

Sind Pellets mit Holz vergleichbar?

Bei den technisch ausgereiften Pelletheizungen, die heutzutage am Markt sind, ist der Feinstaubausstoß sehr gering (5 bis 20 Milligramm pro Kubikmeter). Er liegt deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert von 150 Milligramm pro Kubikmeter. Besonders emissionsarme Pelletöfen und –heizkessel wurden sogar mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet. Prof. Thomas Nussbaumer vom Schweizer Ingenieurbüro Verenum bestätigt in einem Gutachten, dass Feinstäube aus vollständiger Pelletverbrennung in den menschlichen Atemwegen fast vollkommen gelöst werden. Im Gegensatz zu den Feinstäuben aus der Diesel- und Ölverbrennung.

Wie viele öfen & Kamine gibt es in Deutschland?

Rund 15 Millionen Holzfeuerungsanlagen brutzeln vor sich hin. Holzfeuerungen werden in zentrale Heizungsanlagen (Heizkessel) und sogenannte Einzelraumfeu-erungsanlagen (Ofen, Kamin) unterteilt. Insgesamt gibt es rund eine Million Heizkessel und etwa 14 Millionen Einzelraumfeuerungsanlagen wie Kaminöfen oder Kachelöfen. Statistisch gesehen, besitzt jeder sechste Deutsche einen Kaminofen oder Kachelofen.

Was kosten Kaminöfen?

Ein typischer Kaminofen, der die neuen Grenzwerte einhält, kostet rund 500 bis 1.000 Euro. Das ist eine Investition, die sich langfristig positiv auswirkt. Der Grund: In neueren Anlagen lässt sich Holz – richtig geschichtet – effektiver verbrennen, sodass für die gleiche Wärme weniger Brennstoff benötigt wird. Bei den im oberen Preissegment liegenden Öfen und Kaminen ergeben sich keine Mehrkosten durch die neuen Filterregeln, denn bei diesen Öfen bestimmt nicht die Verbrennungstechnologie den Preis, sondern eher das Design.

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1 Response

  1. Juri Klemm sagt:

    Wir sind vor ein paar Monaten in unser Haus gezogen und ich habe schon ewig von einem tollen Kamin im Wohnzimmer geträumt. Wir haben unseren bei ( http://www.heseler-kaminstudio.com/ ) bestellt und sind vollkommen glücklich. Er sieht super edel aus. Das ganze Wohnzimmer sieht nun nach sehr viel mehr aus und der Kamin schafft ein unglaublich tolles Ambiente. Kann ich nur Weiterempfehlen!

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