Fertighaus mit Hanglage

Wer in seinem Leben bereits vier Eigenheime gebaut hat, weiß beim fünften genau, was er will. So geschehen bei Familie Phan, die bei ihrer Hausplanung jedoch keineswegs nur auf eigene Wünsche eingegangen ist. Das urbane Hanghaus der Familie Phan bietet dem Ehepaar in seinem dritten Lebensabschnitt ein großzügiges Zuhause auf einer Ebene.

Erinnerungsstück: Die Küche stammt aus dem Schwörer-Küchenstudio. Nur der Essplatz und der alte Familientisch stammen, auch der Erinnerung wegen, noch aus dem früheren Haus.

Eigentlich hätte uns beiden ein geräumiger Bungalow mit einer großen Terrasse und einem schönen Garten genügt“, sagt Canh-Vang Phan. „Damit unsere drei Kinder mit ihren Familien, die alle etwas weiter weg wohnen, aber auch mal länger bleiben können, haben wir uns für ein mehrgeschossiges Haus entschieden. So gibt es bei Familientreffen für alle genug Platz.“ Als die Kinder außer Haus waren, wurde das Familienhaus zu groß, das Ehepaar Phan entschied sich, nochmals zu bauen – das nunmehr fünfte Eigenheim – kompakt, praktisch und vor allem im Raum Paris gelegen, denn die gewohnte Umgebung wollte man nicht aufgeben. Gefunden hat das Paar ein Grundstück in einer bestehenden Einfamilienhaussiedlung, wo aufgrund von Nachverdichtungsmaßnahmen an das Nachbargebäude direkt angebaut werden durfte. „Das war natürlich ideal, weil wir unser Haus dadurch an den Rand der doch eher kleinen Parzelle rücken und so möglichst viel zusammenhängende Gartenfläche gewinnen konnten“, erklärt The Hanh Phan.

Spiel mit den Baukörpern
Geschickt nutzt das Haus die Hanglage. Das grau abgesetzte Sockelgeschoss mit Garage und Eingang gleicht sich optisch an den Bodenbelag des Vorplatzes an. Dadurch wird die kubische Form des Haupthauses betont, aus dem sich ein Gebäudeteil mit Holzlamellenfassade wie eine Schublade herausschiebt: der Wohn-Ess-Kochbereich des Ehepaars. „Wir wollten eine urbane Flachdacharchitektur, aber nicht einfach einen weißen Klotz“, sagt der Bauherr. Das Zusammenspiel der Baukörper spiegelt die asiatischen Wurzeln des Ehepaars Phan ebenso wie die Gartenanlage: Klarheit in der Gestaltung, aber nicht Schlichtheit. Um das Haus fügt sich L-förmig die Terrasse. Sie ist auf zwei Ebenen in den Hang eingelassen. Dadurch entsteht hinter dem Haus ein windgeschützter Bereich, begrenzt durch das Nachbargebäude und die Gartenstützmauer – eine hofartige Situation, aber mit freiem Blick über den sorgfältig angelegten Garten mit Ziersträuchern und einem Wasserbecken. „Hier halten wir uns sehr gerne auf. Viele ihrer Bilder hat meine Frau auf der Terrasse unter freiem Himmel gemalt, während ich auf dem Golfplatz war.“

Wohngesundes  Lüftungskonzept
Die gute Luft auf der Terrasse und dem Golfplatz setzt sich im Haus fort. Dort sorgt eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung für ein wohngesundes Klima. Frischluft wird hierbei von außen über ein Element aus Edelstahl angesaugt. Im Zentralgerät mit Gegenstromwärmetauscher überträgt sich der Energiegehalt der warmen Abluft auf die frische Außenluft. Diese wird den Wohn- und Schlafräumen sowie der Küche zugeleitet. Die verbrauchte warme Luft wird über ein Leitungssystem in Küche, Bad und WC abgesaugt und dem Gegenstromwärmetauscher zugeführt. Dort wird der Abluft über 80 Prozent der Wärme entzogen und die verbrauchte Luft wird ins Freie geleitet. Ein System, das den Phans letztlich auch ein zweites System für Heizzwecke erspart. Eine Brauchwasserwärmepumpe sorgt für Warmwasser.

Auf Familienbesuch eingerichtet
„Ist das Wetter nicht so gut, ziehe ich mich zum Malen in mein Atelier im Sockelgeschoss zurück“, ergänzt die Bauherrin. Eigentlich ist das ja der Empfangsraum für Gäste. Wir selber nutzen meist den Terrasseneingang auf der mittleren Ebene, der direkt in den offenen Wohnbereich führt.“ Dahinter – im weißen Hausteil – befindet sich der Privatbereich des Ehepaars mit in sich abgeschlossenem Schlafzimmer, Ankleide und Bad. Das (Gäste-)WC kann auch von der Diele aus genutzt werden. Im Obergeschoss gibt es drei Schlafzimmer, eines davon mit eigenem Duschbad, ein Bad und ein WC. „Die Idee, Bäder und WCs getrennt voneinander anzu-legen, stammt von unserem Bauberater Michel Gras. So lassen sich Wartezeiten vermeiden, wenn viele Familienmitglieder zu Besuch sind. Und mit dem Duschbad im Sockelgeschoss kann auch dort noch jemand übernachten.“ Sind gerade keine weiteren Familienmitglieder da, dient das Obergeschoss dem Ehepaar als Rückzugsbereich zum Beispiel für konzentriertes Arbeiten. „Manchmal möchte man ja auch einfach mal ganz für sich sein.“

Außen mit Konzept
Die Außenwände bestehen aus mehreren Funktionsebenen, welche jeweils spezielle Eigenschaften für das Wandsystem zusichern. Alle Elemente der Gebäudehülle, also die Außenwände, Fenster, Dach und Kellerdecke, wurden dabei nicht nur einzeln im Hinblick auf minimale Wärmedurchlässigkeit optimiert, sondern als Verbund betrachtet. Durch diesen
lückenlosen Rundumwärmeschutz, lassen sich die Energieverluste durch die Gebäudehülle und damit die Heizkosten für Familie Phan signifikant reduzieren. Kernstück des
Hauses ist der natürliche nachwachsende Rohstoff Holz. Das Holz aus deutscher Forstwirtschaft, PEFC-zertifiziert wurde technisch getrocknet und zu hochwertigen Holzwerkstoffen veredelt. Aus diesen Hölzern besteht die massive Fachwerkkonstruktion der Wände.

Innen mit Flair
Die Inneneinrichtung ist auf die moderne Architektursprache abgestimmt: klares Design, pflegeleichte Oberflächen wie der Steinboden im Erdgeschoss, eine zurückhaltende Farbpalette in Grau-Weiß, unterbrochen von farbigen Akzenten wie dem Teppich im Wohnbereich und den Bildern der Bauherrin an den Wänden.

Aller guten Dinge sind fünf: Für Familie Phan ist dies bereits das fünfte gebaute Eigenheim.
„In unserem neuen Haus wollten wir auch neue Möbel haben, die dazu passen“, sagt die Bauherrin. „Schön, dass die hochwertige Ausstattungspalette beim Hersteller des Hauses SchwörerHaus unseren Vorstellungen so genau entsprach: Fliesen, Innentüren, die Badeinrichtung mit dem extrabreiten Waschbecken und der eleganten bodenebenen Dusche, die Küche aus dem Schwörer Küchenstudio. Nur den Essplatz und den alten Familientisch haben wir als Erinnerungsstücke an Familienfeiern mitgenommen.“

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